Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
zuletzt aktualisiert am 17. August 2014

Psychiatrie, Normalität, psychische Krankheit und Gesellschaft


Ergänzende Informationen von sonstigen AutorInnen
»Willst du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten.«
(Chinesisches Sprichwort)

a) BPE-Vorstandsmittteilungen zum Thema Psychiatrie, Normalität, psychische Krankheit und Gesellschaft

b) Weitere Informationen von Psychiatrie-Erfahrenen und Psychiatriebetroffenen

Ergänzende Informationen von sonstigen Autorinnen und Autoren

  • Améry, Jean: Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod. In dem Buch von 1993 beschreibt Améry in den Kapiteln »Vor dem Absprung«, »Wie natürlich ist der Tod?«, »Sich selbst gehören« und »Der Weg ins Freie« die Welt aus der Sicht eines Suizidanten

  • Bateson, Gregory / Don D. Jackson / Jay Haley / Ronald D. Laing u.a.: Schizophrenie und Familie. Über Double-Bind-Situationen (Beziehungsfallen), Pseudo-Gemeinschaften, Sündenböcke und Mystifizierungsprozesse, ›Schizophrenie‹-Theorien, Kritik der Erblichkeitsliteratur. Taschenbuchneuausgabe von 1984

  • Bateson, Gregory / Jürgen Ruesch: Kommunikation. Die soziale Matrix der Psychiatrie. 1995 im Auer Verlag erschienenes Buch zum Zusammenhang zwischen Kommunikation und sinnvoller therapeutischer Behandlung

  • Binswanger, Ludwig / Michel Foucault: Traum und Existenz. Zu Binswangers Text ein ausführliches Vorwort Foucaults, in dem er über den Wirklichkeitscharakter des Traums reflektiert und ihn zum Wahnsinn in Beziehung setzt. Buch von 1992

  • Blech, Jörg: Die Psychofalle – Wie die Seelenindustrie uns zu Patienten macht. Buch von 2014 über die Psychiatrisierung des Alltags

  • Bröckling, Ulrich / Susane Krasmann / Thomas Lemke (Hg.): Glossar der Gegenwart. Komprimierte Erörterung diskussionsbestimmender Leitbegriffe wie Empowerment, Normalität, Partizipation, Risiko, Selbstverantwortung und vieles mehr – Begriffe, die auch in der aktuellen Psychiatriediskussion eine zentrale Rolle spielen (Suhrkamp-Buch von 2004)

  • Brückner, Peter: Sozialpsychologie des Kapitalismus. Analysen gewaltförmiger Beziehungen innerhalb der bürgerlichen Familie. 2005 neu aufgelegtes Buch (original 1974)

  • Canetti, Elias: Masse und Macht. Über Massen, Meuten, Symbole und Eingeweide der Macht, Paranoia: »Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes.« (original 1960). Taschenbuch von 2000

  • Castel, Françoise / Robert Castel / Anne Lovell: Psychiatrisierung des Alltags. Produktion und Vermarktung der Psychowaren in den USA. Suhrkamp Verlag. (Vergriffenes) Buch von 1982

  • Cooper, David: Der Tod der Familie. Plädoyer für eine radikale Verändern. Über verrücktmachende Familienstrukturen. Vergriffenes Rowohlt-Taschenbuch

  • Dahlke, Rüdiger: Lebenskrisen als Entwicklungschancen. Zeiten des Umbruchs und ihre Krankheitsbilder. Buch von 1995

  • Decher, Friedhelm: Verzweiflung. Anatomie eines Affekts. 2002 im zu Klampen Verlag erschienenes Buch

  • Deleuze, Gilles: Schizophrenie und Gesellschaft. Texte und Gespräche 1975-1995. Aufsätze, Interviews und Beiträge zur Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts, zum zeitgenössischen Kino, zur Filmtheorie, zur Psychoanalyse und zur Literatur (Buch von 2005)

  • Deleuze, Gilles / Félix Guattari: Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie. Untersuchung der befreienden Kräfte der ›Schizophrenie‹, die über das Postulat der personalen Identität und der Integrität des Ich hinausgeht: der ödipale Familialismus mache es unmöglich, die schizogene gesellschaftliche Produktion aufzudecken (original 1972). Taschenbuch von 1977

  • Duerr, Hans Peter (Hg.): Der Wissenschaftler und das Irrationale Beiträge aus Philosophie, Ethno-, Psycho- und Anthropologie (Europäische Verlagsanstalt 1985)

  • Ehrenberg, Alain: Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart (Buch von 2004)

  • Eink, Michael (Hg.): Gewalttätige Psychiatrie. Ein Streitbuch. (Selbst-)kritische Texte von 1997 zur psychiatrischen Gewalt: der institutionellen, der handgreiflich direkten (Zwangseinweisung, -behandlung, Fixierung) und – besonders spannend – der unsichtbaren (unter anderem »Der Zwang, ein anderer sein zu müssen«)

  • Endraß, Elke / Siegfried Kratzer: Wenn Glaube krank macht – Wege aus der Krise. (Vergriffenes) Buch von 2005

  • Feyerabend, Erika: Im Zentrum der Mensch? Kritischer Beitrag zur Auszeichnung des Schweizer Journalisten Erwin Koch für seinen unkritischen Artikel zur Euthanasie an schwerstkranken Neugeborenen (aus: "Behindertenpolitischer Newsletter Nr. 26", Beilage zu BioSkop-Zeitschrift Nr. 36 [2006])

  • Fichte, Hubert / Leonore Mau: Psyche. Annäherung an die Geisteskranken in Afrika. Buch von 2005

  • Foucault, Michel: Die Macht der Psychiatrie. Buch von 2005

  • Foucault, Michel: Das Leben der infamen Menschen.  Über Familienzwist, unliebsame Mitmenschen und deren Abschiebung (Buch von 2001)

  • Foucault, Michel: Die Anormalen. Vorlesungen am Collège de France (1974-1975)

  • Foucault, Michel: Mikrophysik der Macht. Über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin. Interviews mit Foucault über den Unterdrückungscharakter der im Titel genannten Institutionen. Auseinandersetzung mit den Theorien von Thomas Szasz. Taschenbuch von 1976

  • Foucault, Michel: Psychologie und Geisteskrankheit. Früheste Schrift Foucaults. Kritik der Grundlagen der Psychopathologie. Taschenbuch von 1968

  • Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft. Sein erstes großes Werk, in dem er nachweist, dass das psychiatrische Verständnis von ›Geisteskrankheit‹ das vielschichtige Problem des Wahnsinns reduziert und missversteht. Taschenbuch von 1973

  • Frances, Allen: Normal – Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen. Buch zur überhandnehmenden Pathologisierung allgemein-menschlicher Verhaltensweisen und die dahintersteckenden Interessen – geschrieben von einem Insider, der als Koautor an der Entwicklung der psychiatrischen Diagnosefibeln ›DSM 3‹ und ›DSM 4‹ maßgeblich beteiligt war. Buch von 2013

  • Fromm, Erich: Die Pathologie der Normalität. Zur Wissenschaft vom Menschen. »Die Kranken, das sind die Gesunden. Und die Gesunden, das sind in Wirklichkeit die Kranken.« Buch von 1952

  • Giger-Bütler, Josef: »Sie haben es doch gut gemeint« – Depression und Familie. Wie aus normalen Lebensverhältnissen und all den Zwängen und Rücksichtslosigkeiten, die mit diesen verbunden ist, depressive Reaktionsmuster und schließlich manifeste Depressionen entstehen, die immerhin die Chance bieten, Wege aus der ständigen Überforderung zu finden, sofern man es nicht dabei belässt, mit Antidepressiva bloße Symptomunterdrückung zu betreiben und damit die innere Dynamik der Depression zu verschleiern oder gar den Boden für paradoxe Reaktionen, zum Beispiel Manien, zu bereiten  (Beltz Verlag 2003)

  • Goffman, Erving: Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen. Über Diskriminierungsformen und Strategien der Diskriminierten, Anerkennung und Sympathie zu gewinnen. DTV-Taschenbuch von 1974

  • Goffman, Erving: Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. Klassiker der Psychiatriekritik. Die deformierenden Merkmale totaler Institutionen. Über die Möglichkeit, in der Anstalt zu überleben. Taschenbuch von 1975

  • Grashoff, Udo: "In einem Anfall von Depression ..." Selbsttötungen in der DDR (Buch von 2006)

  • Gruen, Arno: Verratene Liebe – Falsche Götter. Plädoyer gegen die Unterwerfung unter Autoritäten und für eine friedensfähige Zukunft in einer von Hass und Terror bedrohten Welt (Buch von 2006)

  • Gruen, Arno: Der Fremde in uns. 2002 erschienenes Buch zu Gruens Ziel, die zerstörerischen Anteile in uns, die das Eigene zum Fremden machen, als eigentliche Krankheit offen zu legen

  • Gruen, Arno: Der Verrat am Selbst. Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau. Vorwort von Gaetano Benedetti. Über Autonomie als volle Übereinstimmung mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Taschenbuch von 1986

  • Gruen, Arno: Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität. Taschenbuch von 1989 über Die Reaktion des Psychologen Gruen auf seine »beruflichen Erlebnisse mit dem Wahnsinn der Realität, der im Namen der Liebe Tod und Zerstörung bringt.«

  • Haley, Jan: Die Jesus-Strategie. Die Macht der Ohnmächtigen. »Wie stellt man es an, eine schreckliche Ehe zu führen? Wie schafft man es, schizophren zu werden? Wie wird man eine therapeutische Null?« (Buch von 2002 im Auer Verlag)

  • Hartwig, Renate: Die Schattenspieler. Über dubiose Sektenbeauftragte und deren Helfer, deren Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz, die Diffamierung missliebiger Personen als »scientologynah« und das vielsagende Ausbleiben jedweder Konsequenz ihres Wirkens in Richtung rechtsstaatlicher Klärung des Status von Scientology (Direct Verlag 2002)

  • Hasler, Felix: Neuromythologie – Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung. Buch von 2012 über die Diskrepanz zwischen dem gegenwärtigen Welterklärungsanspruch der Neurowissenschaften und den real vorliegenden empirischen Daten, über die Arroganz von Neurowissenschaftlern und aggressive Verkaufsstrategien von Psychopharmaka-Herstellerfimen

  • Heinz, Rudolf / Dietmar Kamper / Ulrich Sonnemann: Wahnwelten im Zusammenstoß. Die Psychose als Spiegel der Zeit. Sammlung teilweise hochintellektueller Vorträge von Guattari, Macho, Stingelin u.a. im Literarischen Colloquium 1991 in Berlin. (Vergriffenes) Buch von 1993 aus dem Akademie-Verlag Berlin

  • Hesse, Jürgen / Hans Christian Schrader: Die Neurosen der Chefs und wie Sie mit ihnen fertig werden. Die seelischen Kosten der Karriere. Macht macht krank. Buch über das Leid der Leitenden und das Leiden, das sie verursachen ((Vergriffenes) Buch im Eichborn Verlag

  • Hillman, James: Vom Sinn des langen Lebens. Wir werden, was wir sind. Über den Prozess des Älterwerdens: kein Abwärts, sondern ein leidenschaftlich-neugieriges Heranreifen zu dem, was den Kern unseres Wesens ausmacht: eine unverwechselbare, markante und einzigartige Persönlichkeit. (Vergriffenes) Buch von 2004

  • Vom Himbeersaft – Keine Ode an den Sozialpsychiater Erich Wulff, in: banal Anarchistisches Magazin (Zürich), Nr. 4 / August 1988

  • Huxley, Aldous: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt. Original 1932. Psychoanalytisch genormt stellen sich die Menschen mit dem Tranquilizer ›Soma‹ ruhig, Individualismus gilt als asozial. Doch der Außenseiter, der »Wilde«, fordert: »Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!« Taschenbuch von 1998

  • Illich, Ivan: Die Nemesis der Medizin. Die Kritik der Medizinalisierung des Lebens. Neu aufgelegter und ergänzter Klassiker der Kritik an der ärztlichen Überheblichkeit

  • Jurk, Charlotte: Der niedergeschlagene Mensch. Depression – Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose. Buch über die Uminterpretation des Leidens an der Gesellschaft zum individuellen Versagen

  • Kampmann, Heinz / Jeanette Wenzel: Psychiatrische und antipsychiatrische Vorstellungen von Hilfe im Wandel der Zeit. Auseinandersetzung wesentlicher (anti-)psychiatrischer Ansätze (von Reil, Heinroth, Horn, Griesinger über Kraepelin bis hin zu Cooper, Laing und Basaglia) vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung (Vergriffenes Buch von 2004)

  • Koch, Charlotte: Zur Störung der Willentlichen Handlungssteuerung als Ursache des "Messie-Syndroms. Redaktionell überarbeitete Diplomarbeit im Fach Psychologie (Prof. Dr. Egon Stephan) an der Universität Köln, Juni 2001

  • Laing, Ronald D.: Phänomenologie der Erfahrung. Über Formen und Mystifikationen menschlichen Verhaltens. Taschenbuch von 1975

  • Lavant, Christine: Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus. 1946 verfasste Beschreibung der verstörenden Wahrnehmungen einer Frau, die sich nach einem Selbstmordversuch freiwillig in ein Irrenhaus einliefern lässt und sich einer zweifelhaften Arsen-"Kur" unterziehen läßt. 3 Hör-CDs, erschienen 2003 im Freiburger Audiobuch Verlag

  • Lorenz, Maren: Kriminelle Körper – Gestörte Gemüter. Die Normierung des Individuums in Gerichtsmedizin und Psychiatrie der Aufklärung. Über die ins gerichtsmedizinische Visier geratene Verletzer körperbezogener Gesellschaftsnormen: gehörnte impotente Ehemänner, unfruchtbare Ehefrauen, missbrauchte Kinder, unehelich Schwangere, Sodomiten, gescheiterte Selbstmörder, ›hysterische‹ Brandstifterinnen, ›wahnsinnige‹ Mörder u.v.m. Buch von 1999

  • Milgram, Stanley: Das Milgram-Experiment. Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität. Testreihe über die Bereitschaft von Durchschnittsbürgern, sich von pseudo-wissenschaftlichen Autoritäten zum Quälen Wehrloser und Unbekannter anleiten zu lassen. Taschenbuch von 1992

  • Milzner, Georg: Jenseits des Wahnsinns – Psychose als Ausnahmezustand: Perspektiven für eine andere Psychiatrie. Plädoyer für ein anderes – auf eigenen Erfahrungen mit außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen basierendes – Psychoseverständnis (Buch von 2010)

  • Parlow, Georg: Zart besaitet – Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen. Buch von 2003 über alle Arten von hoher Sensibilität, außersinnlicher Wahrnehmung, Intuition u.v.m. – für alle, die wegen einer starken Sensibilität mit der normalen Welt schlecht zurecht kommen. Wie kann man sich als Hochsensibler in der normalen Welt wohlfühlen und geeignete Wege gehen, ohne sich schlecht zu fühlen?

  • Pfreundschuh, Wolfram: Was heißt da: Psychisch krank? Artikel im Türspalt Hefte 7-11 (1982-1986)

  • Regener, Susanne: Visuelle Gewalt – Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts. Buch von 2010 ( transcript Verlag) über psychiatrische Fotografien als normierende Körperpolitik, um Fremdes definieren zu wollen, und als Ordnungsverfahren, das im Namen von wissenschaftlicher Vernunft auf Körper und Seelen zielte, Menschen typisiert und ausgrenzt.

  • Reich, Wilhelm: Rede an den kleinen Mann. Politische Abrechnung mit dem autoritätsgläubigen Menschen, der »seine Feinde verehret und seine Freunde mordet«. Taschenbuch von 1984

  • Rohrmann, Eckhard: Mythen und Realitäten des Anders-Seins – Gesellschaftliche Konstruktionen seit der frühen Neuzeit. Buch von 2007, das sich soziologisch mit der sozialen Konstruktion von Behinderung und psychischer Krankheit auseinandersetzt – vom Hexenmythos über die thomistische Dämonologie als Leitparadigma bis hin zum kartesianischen Mechanismus heute

  • Rufer, Marc: Irrsinn Psychiatrie. Buch eines Schweizer Arztes und Therapeut von 1997 über Behandlungsschäden durch Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium, Tranquilizer und Elektroschocks sowie die Fragwürdigkeit des Begriffs der ›psychischen Krankheit‹. Buch von 1997

  • Schernus, Renate: Die Kunst des Indirekten. Plädoyer gegen den Machbarkeitswahn in Psychiatrie und Gesellschaft. Buch einer Betheler Psychotherapeutin aus dem Jahre 2000, in dem sie ihre Stimme gegen den aufkommenden Machbarkeitswahn in Psychiatrie und Gesellschaft erhebt. (Vergriffenes) Buch aus dem Paranus Verlag

  • Schöne-Seifert, Bettina u.a. (Hg.).: Neuro-Enhancement – Ethik vor neuen Herausforderungen. Ärztliche und philosophische Betrachtungen über den Einsatz diverser psychiatrischer Psychopharmaka als Lifestylemedikamente bei Normalen zur (vermeintlichen) Steigerung ("Enhancement") des Lebensniveaus. Buch von 2009

  • Schöne-Seifert, Bettina / Davinia Talbot (Hg.): Neuro-Enhancement – Die ethische Debatte. Antworten aller Coleur auf Fragen nach den individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Enhancement-Praktiken (biomedizinische incl. psychopharmakologische) Techniken zur "Verbesserung" als gesund geltender Menschen). 2009 erschienener Sammelband mit grundlegenden klassischen Texten zur Debatte. Mit dem Aufsatz "Das Gewachsene und das Gemachte" von Jürgen Habermas, der normative Bewertungen (und Gutheißungen) insbesondere genetischer Manipulationen ausschließt, solange man die Perspektive der betroffenen Person nicht einnehmen könne

  • Schrep, Bruno: Jenseits der Norm – Reportagen über Grenzgänger und Außenseiter. Kurze, eindringliche und angenehm sachliche Porträts: Gestrandete Seeleute, unkorrekte Lehrerinnen, stehlende Kinder, gemobbte Homosexuelle, arbeitslose Manager und Prostituierte, die sich auf die Wünsche Behinderter spezialisieren. Buch von 2004 im Hirzel Verlag

  • Siemen, Hans L.: Das Grauen ist vorprogrammiert. Psychiatrie zwischen Faschismus und Atomkrieg. Durch präzise Quellen gestützte Abrechnung mit der Psychiatrie als ideologischer und praktischer Wegbereiterin von Massenmord während des Faschismus sowie von moderner Wehrertüchtigung (Eliminierung von ›Panikpersonen‹). Buch von 1982

  • Szasz, Thomas S.: Geisteskrankheit – ein moderner Mythos. Grundlagen einer Theorie des persönlichen Verhaltens. Grundsatzkritik an der moralischen und wissenschaftlichen Grundlage der Psychiatrie (Carl-Auer-Verlag, Neuausgabe 2013)

  • Watzlawick, Paul: Man kann nicht nicht kommunizieren – Ein Lesebuch. Textauswahl zum Thema Kommunikation mit Abschnitten aus "Menschliche Kommunikation", "Lösungen", "Die Möglichkeit des Andersseins" und "Münchhausens Zopf" und einem Gespräch zwischen Bernhard Pörcksen und Paul Watzlawick über die Axiome der Kommunikation, den heimlichen Realismus einer psychiatrischen Diagnose und das konstruktivistische Lebensgefühl (Buch von 2011)

  • Watzlawick, Paul (Hg.): Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus. Mit dem Artikel über das Rosenhan-Experiment: »Gesund in kranker Umgebung«. Buch von 1999

  • Watzlawick, Paul / Franz Kreuzer: Die Unsicherheit unserer Wirklichkeit. Ein Gespräch über den Konstruktivismus. Einführung in Watzlawicks Wirklichkeitsforschung. Über selbsterfüllende Prophezeiungen u.v.m. Buch von 1988

  • Watzlawick, Paul / Janet Beavin / Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Erstmals 1969 erschienenes Buch über Kommunikation und Nicht-Kommunikation

  • Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein. Taschenbuch, Neuausgabe 1994

  • Watzlawick, Paul: Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns. Text zur Frage nach den Wirklichkeiten und den Sinnzuweisungen der Wahrnehmung. Knapper, allgemeinverständlicher Abriss der Systemtheorie und des Radikalen Konstruktivismus. Taschenbuch von 1999

  • Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn – Täuschung – Verstehen. Über die sogenannte Wirklichkeit als Ergebnis von Kommunikation. Buch von 1978

  • Widerspruch: Marktregime und Subjekt im Neoliberalismus. Heft 46 (I/2004) mit Marc Rufers Text "Ordnungsmacht Psychiatrie" über das groteske Verhalten biologistischer PsychiaterInnen, die menschliche Emotionalität als bloße Symptomtik neurologischer Hirnprozesse begreifen wollen

  • Willms, Gerald: Scientology – Kulturbeobachtungen jenseits der Devianz. Soziologische Studie über "Scientology" als kulturelles Phänomen der gegenwärtigen Gesellschaft. Buch von 2005 im transcript Verlag

  • Zehentbauer, Josef: Abenteuer Seele – Psychische Krisen als Chance nutzen. Plädoyer für eine kreative Neugestaltung des Lebens nach Melancholien, Angstzuständen und Depressionen. Mit einem Überblick über die wichtigsten therapeutischen Methoden. Buch von 2000

  • Zehentbauer, Josef: Melancholie. Die traurige Leichtigkeit des Seins. Was Menschen bewegt. Buch von 2000 über die Melancholie als Charaktereigenschaft, voll von Tiefgang, Kreativität und Leidenschaft, die nicht bekämpft, sondern akzeptiert werden sollte, damit gäbe es – so der Autor – weniger Gewalt, weniger Elend, mehr Gleichklang mit dem natürlichen Rhythmus unserer Erde, mehr profundes Wissen und mehr Liebe