Dorothea Sophie Buck-Zerchin

Die Bildhauerin Dorothea Buck, Jg. 1917, war, nach freier künstlerischer Tätigkeit, von 1969 bis 1982 Lehrerin für Kunst und Werken an der Fachschule für Sozialpädagogik I in Hamburg. Zwischen 1936 und 1959 erlebte sie fünf schizophrene Schübe. In ihrem ersten Schub wurde sie in den v.Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel zwangssterilisiert. Dorothea Buck war und ist maßgeblich in der Bewegung der Psychiatrie-Erfahrenen aktiv, die sich Ende der 1980er Jahre zu formieren begann. Sie ist die Ehrenvorsitzende des 1992 auch von ihr mitgegründeten "Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener". Zusammen mit Thomas Bock gründete sie 1989 das erste Psychose-Seminar in Hamburg und warb auf vielen Lesereisen im In- und Ausland für die Idee des Trialogs zwischen Betroffenen, Angehörigen und in der Psychiatrie Tätigen. Ihr bahnbrechender Erlebnisbericht "Auf der Spur des Morgensterns. Psychose als Selbstfindung" erschien - von Hans Krieger herausgegeben - erstmals 1990 unter ihrem Pseudonym Sophie Zerchin, ein Anagramm aus Schizophrenie. Viele Beiträge in Anthologien, unzählige Vorträge. Weitere eigene Publikationen von Dorothea Sophie Buck-Zerchin: Lasst euch nicht entmutigen. Texte 1968 - 2001" (2002), "70 Jahre Zwang in deutschen Psychiatrien - erlebt und miterlebt" (2006).

English language autobiographical dates see www.bpe-online.de/english/dorothea.htm