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Rundbrief

Neu: Online Ausgabe 4/2005

 

10 Jahrfeier der Psychiatrie-Erfahrenen Trier

von Franz Josef Wagner

Am Samstag den 5.11.05 feierten die Psychiatrie-Erfahrenen Trier anlässlich einer Fachtagung ihr 10-jähriges Bestehen unter der Schirmherrschaft von Frau R. Beck - Kuratoriumsvorsitzende der Gemeindenahe Psychiatrie in Rheinland-Pfalz. Das Gründungsmitglied Johannes Marxen eröffnete die Tagung mit einem historischen Rückblick und einem Blumenstrauß an die Leiterin der Tagesstätte - die uns schon 10 Jahre lang die Räumlichkeit "Alte Schmiede" zur Verfügung stellen. Die experimentellen musikalischen Grüße überbrachte die Musikgruppe der Erwachsenenpsychiatrie Trier um Ralf Stumm. Grußworte überbrachten der Bürgermeister der Stadt Trier Georg Bernarding, der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. med. Harald Michels sowie das Vorstandsmitglied des LVPE Rheinland-Pfalz e.V. Oswald Bender vom Bundesverband Psychiatrie Erfahrenen und Landesverband Psychiatrie-Erfahrenen Rheinland-Pfalz. Oswald Bender las das schriftliche Grußwort von Ruth Fricke vor, die darauf hinwies dass der BPE auf die Aktivitäten vor Ort angewiesen ist. Der BPE kann nur stark sein, wenn es auch starke und aktive Gruppen in den Städten und Regionen gibt, die Betroffene zur Selbsthilfe ermutigen und die örtliche Psychiatriepolitik kritisch begleiten. Weiter wies Herr Bender auf die enge, finanzielle, personelle, logistische Zusammenarbeit zwischen LVPE Rheinland-Pfalz und den über 40 Ortsgruppen in Rheinland-Pfalz hin. "Die Selbsthilfegruppe ist für viele so etwas wie eine große Familie, in der Wärme spürbar erfahren werden kann" laut Oswald Bender.

Nach diesen Grußworten hörten die über 70 Psychiatrie-Erfahrenen, nicht organisierten Angehörigen sowie interessierten Menschen dem Fachvortrag von Dr. Dr. Wilhelm Classen Leiter der Erwachsenenpsychiatrie Trier zu. Er stellte in seinem Beitrag die Historie der Gemeindenahen Psychiatrie in Rheinland-Pfalz dar. Anschließend beantwortete er die Fragen zu: Psycho-Therapeutischen Betreuung, ambulante Betreuung der Klinikärzte, Biochemische Erkrankung, Psychoedukation, Medikamentenaufklärung usw.

Das die Region Trier mittlerweile auch eine Kinder- und Jugendpsychiatrie hat wurde im Vortrag von PD Dr. Alexander Marcus klar. Er zeigt anhand der Historie die Entwicklung vom "Tal des Todes" zur Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 50 Plätzen auf. In der Diskussion musste er sich sehr vielen Fragen zu, Psychopharmakabehandlung von Kinder und Jugendlichen, Krankheitsbilder bei Kinder und Jugendlichen, genetische Veranlagung usw. stellen.

Die Mittagspause untermalte der Liedermacher P. Ludwig mit Texten von und über die Situation von psychisch kranken Menschen.

Am Nachmittag übernahm der Psychiatriekoordinator Franz Bonfig aus Trier die Gelegenheit die historische Entwicklung des gemeindepsychiatrischen Verbundes und der Sozialverwaltung in der Stadt Trier den Anwesenden zu präsentieren. Die abschließende Diskussion drehte sich fast ausschließlich um das Problem Arbeit.

Durch die pannenfreie, gelungene Veranstaltung führte das Ortsgruppenmitglied Detlef Möllendorf. Aus der Begründung, dass sich fast alle Anwesende sechs Stunden den Grußworten und den Vorträgen stellten kann die Veranstaltung als interessante, entspannte Präsentation der Teilnehmer angesehen werden.

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