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 Rundbrief
Ausgabe 1/2007
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       Regionalgruppe   
       Hamburg

Resolution

der 4. IPPNW-Mitglieder-Regionalversammlung Norddeutschland
am 25. November 2006 in Hamburg


Wir lehnen die Einführung der geplanten, sogenannten elektronischen „Gesundheitskarte“ab.

Es wird fälschlicherweise versprochen, dass die eGK das Gesundheitswesen billiger und besser machen soll. Angeblich sollen das Selbstbestimmungsrecht der Patienten und die Behandlungmöglichkeiten für uns als Ärzte verbessert werden..

Wir stellen dazu fest:

Das Arzt Patienten-Verhältnis wird durch die Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Servern schwer beschädigt oder sogar zerstört.

Die Bevölkerung wird mit Hilfe des elektronischen Rezeptes in Risikoklassen eingeteilt,die den Patienten,ihren Kindern und Kindeskindern lebenslang anhaften werden.
Der Zugriff auf Daten für unbefugte Dritte und der Datenmissbrauch sind vorprogrammiert.

Einen medizinischen Nutzen gibt es nicht.

Die Kosten dieser milliardenschweren Entwicklung in Richtung einer Überwachungsgesellschaft sollen auf Patienten und Ärzte abgewälzt werden.
Deshalb lehnen wir einstimmig die Einführung der „ Gesundheitskarte“ und die Beteiligung an jeglichen Feldversuchen dazu ab und fordern unsere  jeweiligen kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern auf, die weitere Mitarbeit an diesem Projekt aufzukündigen.
Stattdessen ist es dringend geboten, dass unsere Standesvertretungen eine Informationsveranstaltung für die Mitglieder veranstalten und auf den nächstfolgenden Vertreterversammlungen eine Abstimmung durchführen, um gegen diese staatlich verordnete Bedrohung eines unabhängigen Arzt-Patienten-Verhältnisses zu protestieren..

Im Auftrag :   Dr. med. Silke Lüder und  Dr. med. Manfred Lotze.
Dr.med.Manfred Lotze, Hebbelstraße 8, 22085 Hamburg

 
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