Kulturnetzwerk
trifft sich in Trier
Von
Liberto Balaguer
Das 2006 gegründete Kulturnetzwerk des BPEs traf
sich erstmals zu einem Arbeitstreffen von Karfreitag bis Ostermontag
in Trier. Die ca. 20 Personen des Ostertreffens präsentierten
Ihre Kleinkunst (Lyrik, Gedichte, Gesang usw.), Einzeln oder in
der Gruppe, nach dem Arbeitstreffen am Samstag, im „Mono del Caffe“
in der Fußgängerzone der Stadt Trier.
Am Karfreitag reisten die Teilnehmer aus Herford, Dresden, Regensburg
usw. mit der Bahn, per Anhalter oder eigenem Fahrzeug an. Das
Quartier wurde im Zentrum der Stadt Trier in einem Integrationsbetrieb
mit Hotelbetrieb bezogen. Abgespannt war der erste Termin am Karfreitag
das entspannte Kennenlernen der „Kulinarischen Besonderheiten
der Region Trier“.
Nach
diesem lockeren Auftakt begann der Samstag in der „Alten Schmiede“
mit der förmlichen Begrüßung durch den Vertreter der Stadt Trier,
Psychiatriekoordinator F. Bonfig. R. Fricke, die die Idee der
Gründung des Netzwerkes 2006 hatte und die inhaltliche Leitung
der Tagung übernahm erklärte den Teilnehmern den Ablauf der Tagung.
Samstag und Sonntagvormittag besprechen der organisatorische,
finanzielle und visionäre Strategien des Kulturnetzwerkes mit
dem damit intensiven Kennenlernen der Künstler untereinander.
Im Einzelnen wurden besprochen: Urheberschutzrechte, Anmeldung
und Regularien von wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentlichungen
bei der VG Wort, die Problematik in und um die Künstlerversicherung
– zur Zeit erfährt die Künstlerversicherung eine neue Bearbeitung
durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales- die Problematik
von Künstlerverträgen usw.
Bei
dieser Diskussion der Veröffentlichungsmöglichkeiten zählten die
Vertreter des Ulla Schmidt Verlages die Möglichkeiten der öffentlichen
Vervielfältigung auf. Eine Vervielfältigung mit den alten Medien
– über die Schrift – ist bei der Herstellung kostenintensiver
als mit den neuen Medien – über die Sprache. Das hat zur Folge,
dass spezielle Kleinkunstprojekte für eine Vervielfältigung mit
CDs andere intensivere und umfangreichere Vorbereitung bedarf
als eine Vermarktung über die Schrift. Kleinkunst auf CD spricht
auch andere Käuferschichten an als schriftliche Kleinkunst in
Buchformat. Weiter ist das technische Know how auch sehr unterschiedlich
bei der Umsetzung und Verbreitung der individuellen Gedanken des
Künstlers für die Öffentlichkeit. Diese technischen und ökonomischen
Gedanken haben die anwesenden Künstler über ihre Möglichkeiten
reflektieren lassen.
In der visionären Konzeption der Projekte wurden dann noch ein
schriftliches bzw. akustisches Kochbuchprojekt andiskutiert, Konzepte
und Überlegungen zur BPE-Herbstkunstschule – 10 Tage Kreativurlaub
am Hölzernen See – besprochen, die organisatorische und technische
Präsentationmöglichkeiten der Künstler anlässlich des BPE Jahrestreffens
vom 19 – 21.10.2007 in der Jugendherberge in Kassel erläutert.
Abschließend äußerten sich die Teilnehmer positiv zu dem Gedanken
ein Kulturfestival zu Ostern 2009 in Jahren in Trier zu organisieren.
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