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 Rundbrief
Ausgabe 2/2007

Kulturnetzwerk trifft sich in Trier
Von Liberto Balaguer

Das 2006 gegründete Kulturnetzwerk des BPEs traf sich erstmals zu einem Arbeitstreffen von Karfreitag bis Ostermontag in Trier. Die ca. 20 Personen des Ostertreffens präsentierten Ihre Kleinkunst (Lyrik, Gedichte, Gesang usw.), Einzeln oder in der Gruppe, nach dem Arbeitstreffen am Samstag, im „Mono del Caffe“ in der Fußgängerzone der Stadt Trier.

Am Karfreitag reisten die Teilnehmer aus Herford, Dresden, Regensburg usw. mit der Bahn, per Anhalter oder eigenem Fahrzeug an. Das Quartier wurde im Zentrum der Stadt Trier in einem Integrationsbetrieb mit Hotelbetrieb bezogen. Abgespannt war der erste Termin am Karfreitag das entspannte Kennenlernen der „Kulinarischen Besonderheiten der Region Trier“.

Nach diesem lockeren Auftakt begann der Samstag in der „Alten Schmiede“ mit der förmlichen Begrüßung durch den Vertreter der Stadt Trier, Psychiatriekoordinator F. Bonfig. R. Fricke, die die Idee der Gründung des Netzwerkes 2006 hatte und die inhaltliche Leitung der Tagung übernahm erklärte den Teilnehmern den Ablauf der Tagung. Samstag und Sonntagvormittag besprechen der organisatorische, finanzielle und visionäre Strategien des Kulturnetzwerkes mit dem damit intensiven Kennenlernen der Künstler untereinander. Im Einzelnen wurden besprochen: Urheberschutzrechte, Anmeldung und Regularien von wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentlichungen bei der VG Wort, die Problematik in und um die Künstlerversicherung – zur Zeit erfährt die Künstlerversicherung eine neue Bearbeitung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales- die Problematik von Künstlerverträgen usw.

Bei dieser Diskussion der Veröffentlichungsmöglichkeiten zählten die Vertreter des Ulla Schmidt Verlages die Möglichkeiten der öffentlichen Vervielfältigung auf. Eine Vervielfältigung mit den alten Medien – über die Schrift – ist bei der Herstellung kostenintensiver als mit den neuen Medien – über die Sprache. Das hat zur Folge, dass spezielle Kleinkunstprojekte für eine Vervielfältigung mit CDs andere intensivere und umfangreichere Vorbereitung bedarf als eine Vermarktung über die Schrift. Kleinkunst auf CD spricht auch andere Käuferschichten an als schriftliche Kleinkunst in Buchformat. Weiter ist das technische Know how auch sehr unterschiedlich bei der Umsetzung und Verbreitung der individuellen Gedanken des Künstlers für die Öffentlichkeit. Diese technischen und ökonomischen Gedanken haben die anwesenden Künstler über ihre Möglichkeiten reflektieren lassen.

In der visionären Konzeption der Projekte wurden dann noch ein schriftliches bzw. akustisches Kochbuchprojekt andiskutiert, Konzepte und Überlegungen zur BPE-Herbstkunstschule – 10 Tage Kreativurlaub am Hölzernen See – besprochen, die organisatorische und technische Präsentationmöglichkeiten der Künstler anlässlich des BPE Jahrestreffens vom 19 – 21.10.2007 in der Jugendherberge in Kassel erläutert. Abschließend äußerten sich die Teilnehmer positiv zu dem Gedanken ein Kulturfestival zu Ostern 2009 in Jahren in Trier zu organisieren.

 

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