|
Nicht ganz zufällig war ich zur Zeit des WPA-Kongresses
in Dresden. Von diesem Kongress habe ich nichts gesehen,
die Teilnahme hätte mich 100,- € gekostet und ich hatte
bereits im Vorfeld die Einsicht, dass dort nicht unbedingt
„unsere Profis“ das Sagen haben würden.
Interessiert hätte mich der Auftritt von Gert
Postel im Rathaus. Mir wird immer ganz warm ums Herz, wenn
ich daran denke, dass dieser Schlawiner vor Profis Vorträge
gehalten hat über psychische Erkrankungen, die er selbst
erfunden hat.
Ich war jedoch lieber in der Cityherberge
beim Begleitprogramm, das der BPE zusammengestellt hatte.
Es war ein kleines feines Programm, zu dessen Abschluss
auch Dorothea Buck erwartet wurde.
Unser kompletter BPE-Vorstand war vor Ort.
Kollagen von Karla Kundisch (LAG Sachsen) schmückten die
Wände des Tagungsraumes. Bei der Podiumsdiskussion zum WPA-Kongressthema
„Zwang und Gewalt in der Psychiatrie“ kamen am ersten Tag
die Profis aus der Betroffenenbewegung Elke Bücher (BPE),
Karla Kundisch (LAG Sachsen), Mary Nettle (ENUSP Großbritannien),
Matthias Seibt (BPE) und die Profis David Oaks „mind fredom“
USA und Robert Wittaker ein Journalist aus den USA, der
sich mit psychiatriekritschen Recherchen einen Namen gemacht
hat, zu Wort.
|