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 Rundbrief
Ausgabe 3/2007

Um Bewerbungen wird gebeten!

Die BPE-Jahrestagung 2008 soll vom 10. bis 12.Oktober in der Jugendherberge Kassel statt unter dem Oberthema: „Angenommen werden! – Sich selbst annehmen!“ stattfinden. Hierfür suchen wir Referenten und Arbeitsgruppenangebote zu den nachfolgend näher beschriebenen Aspekten.

  • Die Frage, wie Angehörige, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Vorgesetzte ... und nicht zuletzt die professionell im Bereich der Psychiatrie Tätigen mit Menschen während und nach psychischen Krisen und Ausnahmezuständen umgehen, hat nach den Erkenntnissen der Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe entscheidenden Einfluß darauf, ob die Betroffenen wieder seelischen Stabilität erlangen können oder nicht. Ein offener Umgang von professionell psychiatrisch Tätigen mit akuten Krisen und deren aktuellen Ursachen, erleichtert es aber auch dem Betroffenen mit seiner neuen Situation umzugehen, sich mit den Ursachen seiner Krise auseinander zu setzen, sein Leben neu zu ordnen und neue Strategien im Umgang mit Konflikten zu entwickeln.
  • Noch immer bestehende gesamtgesellschaftliche Vorurteile führen dazu, dass Betroffene wie Angehörige versuchen psychische Krankheitsphasen zu verheimlichen. Bei Betroffenen führt dies nicht selten zu Verdrängungsprozessen, die eine Aufarbeitung des Geschehenen und eine Auseinandersetzung mit sich selbst verhindern. Zu sich selbst zu stehen, so wie man ist mit seiner ganzen Lebensgeschichte ist eine wesentliche Voraussetzung dafür auch von andren so akzeptiert zu werden wie man ist. In und nach akuten Krisen ist das Selbstbewußtsein der Betroffenen jedoch sehr angeschlagen, darum kommt gerade dann darauf an, dass die Betroffenen von Ihrem Umfeld incl. der professionellen Helfer so akzeptiert werden wie sie dann sind.
  • Aufgrund von psychischen Krisen zerbrechen häufig Ehen, ganze Familien oder Freundschaften, geht der Arbeitsplatz verloren, wird Eltern das Sorgerecht für Ihre Kinder entzogen. Das alles sind Prozesse, die einer seelischen Stabilisierung entgegenwirken, gegebenenfalls sogar eine neue Krise auslösen.

Ziel der Tagung ist es daher für all diese Bereiche, oder zumindest einen Großteil davon Lösungsansätze zu entwickeln, die sowohl die Betroffenen dazu befähigen sich selbst anzunehmen und an sich und Ihrer seelischen Gesundheit zu arbeiten, als auch das gesellschaftliche Umfeld dazu befähigt Menschen in und nach psychischen Krisen so anzunehmen, wie sie sind, unnötige oder gar schädliche Brüche zu vermeiden.

Wer ein Referat oder eine Arbeitsgruppe anbieten möchte, melde dies bitte bis zum 31.12.2007 schriftlich bei Ruth Fricke, Mozartstr. 20 b. 32049 Herford, Fax. 05221-86410, mail: Ruth.Fricke@t-online.de .

Da die Tagungsdokumentation, die für die BMG-Förderung zwingend erforderlich ist, im BPE-Rundbrief 4/07 erfolgt, der auch unter www.bpe-online.de zu lesen sein wird, ist auch Aufgabe der Referenten und AG-Moderatoren, dafür Sorge zu tragen, dass das Referat bzw. der AG-Bericht spätestens am 15.11.07 der Rundbriefredaktion vorliegt.

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