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 Rundbrief
Ausgabe 2/2008

Selbstachtung für Anfänger und Fortgeschrittene
Von Anna Geisler

Krankmacher. Das genaue Gegenteil von Mutmachern, nicht irgendwie oder ungefähr, sondern leider sehr konkret. Bedauernswert, aus denen die einen Opfer versuchen zu machen, aber viel trauriger steht es um die vielen Krankmacher unserer Gesellschaft. Menschen, die man ja auch noch als solche bezeichnen muss, scheinen sich den Auswirkungen ihres Verhaltens nicht bewusst zu sein. Also unbewusst, unterbewusst eine Lust auf Mobbing, Schikane, Beleidigung, Ärgern, unter-Druck-setzen, in gesteigerter Form münden sie in Quäler, Verletzer. Manipulationen, Bedrängen und negative Beeinflussungen hätte ich dummerweise fast vergessen zu erwähnen.

Wir alle kennen diese Typen, die versuchen, uns unter Haut zu kriechen, unter unserer oft dünnen Haut zu kratzen, bis es manchmal sogar blutet.

Ich möchte nicht oder vielleicht doch wissen, wie viele Tränen in Firmen, in Familien, in Arztpraxen, Kindergärten, Schulen, Zuhause, im Freundeskreis, und und und, geweint werden. Es ist so traurig, finde ich.

Wir sind mit der Sehnsucht nach Liebe, nach Akzeptanz und Liebe auf diese meistens wunderschöne Welt gekommen, wir dürfen und sollten aus unserer oft so vielen Zeit etwas richtig Schönes machen, einfach loslegen, man kann ja immer noch korrigieren, einen anderen Weg einschlagen, wenn sich Hindernisse in den Weg stellen. Oder eben denken, dass Wachstum erst an Grenzen möglich ist. Als Lernaufgabe, die uns irgendjemand verordnet hat. Beide Wege sind Herausforderung, wollen gelebt und bewältigt werden. Dann kann das sogar Spaß machen. Wenn man sich einfach nur mal traut, aus sich selbst raustraut, vielleicht vorsichtige Schritte wagt. Immer wieder, immer ein bisschen mehr und immer besser.

Ich liebe mein Menschsein (inzwischen), weil ich die Lust am Gestalten endlich entdecken durfte, weil Bekanntschaft und Freundschaft wunderbare Geschenke für mich sind. Gute Nachbarschaft, nah oder entfernter, aufgehoben und angenommen. Dazu noch die Moment der Geborgenheit, wenn man im Strandkorb sitzt oder mit einem Pferdekarren durch die Stadt fährt. Lustig ist auch ein Picknick an der Spree oder der Isar im Englischen Garten. Also, Leben tut gut. Außerdem bleibt ja auch keine Chance für eine Alternative. Ich glaube, Leben ist die allerbeste Alternative. In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass es immer weniger Krankmacher und stattdessen immer mehr, ganz, ganz viele MUTMACHER geben wird. Und ich glaube daran...

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