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 Rundbrief - Online-Sonderausgabe
6.9. - Gedenktag für die Opfer der Euthanasiegesetze

inhalt

"Blick zurück nach vorn!"
Gleichstellung der NS-Opfer umsetzen!

Gleichstellung kranker und behinderter Menschen jetzt!

Aufstellung der T4-Stehle
im Juni 2008
Reden von
Staatssekretär Schmitz
Martin Marquard

Dokumentation in der Multimediaecke mit allen Beiträgen incl. BPE-Kulturnetzwerk, Trommelgruppe, Bürgmeister Hanke (Tiergarten/Mitte), Ruth Fricke und anderen Impressionen

 

Der Aktionskreis »T4 Opfer nicht vergessen« lädt ein zur zweiten zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer der Erbgesundheitsgesetze der NS-Zeit am 06.09.2008 in Berlin. Auf Initiative des Bundesverbandes Psychiatrie – Erfahrener (BPE e.V.) haben sich die aufgeführten Verbände und Organisationen zusammengeschlossen, um jeweils am ersten Samstag im September den Opfern der Zwangssterilisation und »Euthanasie« zu gedenken.

Am Ort der damaligen zur »Reichskanzlei« in Berlin gehörenden Dienststelle in der Tiergartenstraße 4, die im Juli 1939 eingerichtet wurde und die planmäßige Tötung von kranken und behinderten Menschen organisierte, befindet sich eine Bronzeplatte, die an diese Opfer erinnert.

Mit der jährlich stattfindenden Veranstaltung wollen die Organisationen die Erinnerung an die unsägliche Einteilung menschlichen Lebens in lebenswertes und lebensunwertes Leben wach halten. Sie wollen immer wieder darauf aufmerksam machen, dass der Mensch von Geburt an Würde besitzt, unabhängig von Leistung, Gesundheit oder Behinderung. Immer wieder gilt es, auf moderne Formen von Ausgrenzung und mit Sachzwängen legitimierte Unterscheidungen von vermeintlich wertvolleren und weniger wertvollen Menschen hinzuweisen, die auch in den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vorzufinden sind.

In der Veranstaltung am 06.09.2008 soll die Forderung nach Gleichstellung der Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation mit den anderen Opfergruppen des NS-Regimes aus verschiedenen Blickwinkeln thematisiert werden. Der Schwerpunkt soll dabei auf die Opferentschädigung gelegt werden.

Zudem soll die Vermutung betrachtet werden, inwieweit in der NS-Zeit geprägte stigmatisierende Denkmuster, Begriffe und Einstellungen gegenüber kranken und behinderten Menschen heute im gesellschaftlichen Denken und auch in den Medien zumindest implizit und versteckt weiter wirken. Die Initiative der »T 4 Opfer nicht vergessen« will einen Beitrag dazu leisten, eine Kultur der Erinnerung für die Gegenwart auszubauen und sorgfältig zu pflegen. Dies gilt auch für das Mahnmal. Nur eine kleine in den Boden eingelassene Gedenkplatte erinnert an die Opfer.

Auf Initiative der Stiftungen des Holocaust-Mahnmals und Topographie des Terrors, wurde das mobile Denkmal der »grauen Busse« im Januar 2008 zeitlich befristet in der Tiergartenstraße 4 aufgestellt und wird zur Gedenkveranstaltung noch vor Ort zu sehen sein.

.Dokumentation in der Multimediaecke mit allen Beiträgen incl. BPE-Kulturnetzwerk, Trommelgruppe, Bürgmeister Hanke (Tiergarten/Mitte), Ruth Fricke und anderen Impressionen von der Veranstaltung.

oben 

 

Inhalt

Begrüßung (pdf 16 KB)
Von Ruth Fricke, Vorstandsmitglied des BPE e.V.

 

Rede bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer der "Euthanasie" und Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
Von Dorothea Buck Video online ansehen

Kurzreferat von Helga Kühn-Mengel, Patientenbeauftragte der Bundesregierung

„Was einmal wirklich war, bleibt ewig möglich“ (pdf 70 KB)
Von Dr. Michael Wunder Video online ansehen

Den Ort zum Sprechen bringen
Von Birgit Görres
(Bericht zu der Veranstaltung)
 

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